Ich backe Rhabarberkuchen wie bei Oma: vom Blech bleibt am Sonntag selten ein Stück
Wenn ich am Sonntag den Rhabarberkuchen vom Blech mache, riecht die Küche sofort wie früher bei Oma: Butter, Vanille und dieses frische, leicht säuerliche Rhabarber-Aroma. Die Vorbereitung dauert bei mir etwa 20 Minuten, dann geht er rund 30 Minuten in den Ofen, und ich muss mich jedes Mal zusammenreißen, nicht zu früh anzuschneiden. Vom Blech bleibt selten ein Stück, und das ist ehrlich gesagt ein ziemlich gutes Zeichen.
Zutaten
- 400 g Rhabarber
- 120 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
- 1 Prise Salz
- 150 g weiche Butter
- 2 Eier (Größe M)
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 2 TL Backpulver (ca. 8 g)
- 150 ml Milch
- 1 Bio-Zitrone (Abrieb, etwa 1 TL)
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (ca. 37 g)
- 400 ml Milch (für den Pudding)
- 30 g Zucker (für den Pudding)
- 160 g Mehl (für die Streusel)
- 90 g kalte Butter (für die Streusel)
- 80 g Zucker (für die Streusel)
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Vorbereitung
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Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech (ca. 30 x 40 cm) mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Ich nehme gern Backpapier, weil ich danach weniger fluchen muss.
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Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und, je nach Dicke, die harten Fäden abziehen. In 1 bis 2 cm Stücke schneiden, mit 2 EL vom Zucker mischen und kurz stehen lassen. So verliert er etwas Wasser und wird beim Backen schön saftig statt wässrig.
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Für den Teig Butter, restlichen Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren, bis die Masse heller wird. Eier einzeln unterrühren, dann Zitronenabrieb dazu. Der Zitronenduft ist klein, aber macht am Ende richtig was aus.
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Mehl mit Backpulver mischen. Abwechselnd mit 150 ml Milch kurz unter den Teig rühren, nur bis alles verbunden ist. Nicht minutenlang schlagen, sonst wird der Kuchen zäher, und das will am Sonntag wirklich niemand.
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Teig gleichmäßig aufs Blech streichen. Wenn er etwas „klebt”, hilft ein angefeuchteter Teigschaber oder ein Löffelrücken.
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Vanillepudding kochen: 400 ml Milch in einem Topf erhitzen. Puddingpulver mit 30 g Zucker und ein paar Esslöffeln kalter Milch glatt rühren, in die heiße Milch geben und unter Rühren kurz aufkochen, bis er dick wird. Dann 2 bis 3 Minuten abkühlen lassen, damit er nicht mehr sprudelheiß ist.
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Pudding in Klecksen auf dem Teig verteilen und grob verstreichen. Den abgetropften Rhabarber darübergeben. Ich drücke die Stücke nicht tief rein, die sinken beim Backen von allein ein bisschen ein.
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Streusel machen: Mehl, Zucker und kalte Butter in Stückchen in eine Schüssel geben. Mit den Fingerspitzen reiben, bis Krümel entstehen, von „sandig” bis „haselnussgroß” gemischt. Genau diese Mischung macht’s später knusprig.
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Streusel über den Rhabarber streuen und das Blech auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Streusel goldig sind und der Rand leicht Farbe hat. Wenn dein Ofen heiß bäckt, nach 25 Minuten mal reinschauen.
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Kuchen 15 bis 20 Minuten abkühlen lassen, dann schneiden. Warm ist er herrlich weich, lauwarm am „sonntagstypischsten”, und ganz abgekühlt lässt er sich am saubersten portionieren. Bei uns scheitert das meistens am schnellen Zugriff der Familie.
Tipps und Varianten
Wenn dein Rhabarber sehr sauer ist, gib beim Zucker für die Rhabarberstücke noch 1 EL dazu. Ich schmecke manchmal ein rohes Stück an, ganz altmodisch. Wenn’s dabei das Gesicht verzieht, darf er extra Süße abbekommen.
Zu viel Flüssigkeit macht den Boden weich. Darum: Rhabarber nach dem Zuckern kurz abtropfen lassen und den Pudding wirklich dick kochen, nicht nur „ein bisschen”. Wer es noch stabiler mag, kann 1 EL Speisestärke in den Teig geben, das merkt später keiner, außer am besseren Anschnitt.
Varianten aus meiner Küche: Ein paar Erdbeerstücke passen im späten Frühling super dazu, einfach unter den Rhabarber mischen. Für ein nussigeres Aroma ersetze in den Streuseln 40 g Mehl durch gemahlene Mandeln. Und wenn am Sonntag doch ein Rest übrig bleibt: am Montag kurz im Ofen anwärmen, dann schmeckt er wieder wie frisch vom Blech.
Lena Wagner ist die Seele des Blogs. Als echte Münchnerin mit einem Händchen für die feinen italienischen Aromen, teilt sie ihre Liebe zur perfekten Pizza und zur bayerischen Gastlichkeit. Lena weiß, wie man herzhafte Tradition und mediterrane Leichtigkeit harmonisch verbindet. Sie gibt hier die besten Tipps, neue Kreationen und alles über unsere Spezialitäten.
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